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Bordeaux-Weine

Weinaromen

 

Die Aromen im Wein verändern sich im Laufe der Zeit. Die in den Verkostungsnotizen angeführten Angaben beziehen sich daher immer auf den Zeitpunkt der Verkostung. Diese Tatsache wird an den Extremen eines jungen und eines alten Weins verständlich, einige Hintergrundinformationen sollen das verdeutlichen. Im Wein unterscheidet man zwische primär, sekundär und tertiär Aromen, die sich im Laufe der Reifezeit bilden und wandeln.

 

Primäraromen
De Primäraromen werden durch die Aromen der vergorenen Trauben geprägt. Bei den Bordeauxweinen sind es typische, intensive Aromen nach grüner Paprika, Olive, Pfeffer, Weinhefe, Veilchen aber auch exotische Noten wie Banane, Orange, Feige. So lange sich der Wein in der Jungphase befindet, sind insbesondere die Fruchtaromen intensiv wahrnehmbar (Fruchtphasse). Auch die Säuren und das Tannin können von starker Intensität und im Wein sehr präsent sein.

Sekundäraromen 
Die Sekundäraromen sind Aromen, die sich unter anderem durch den Einfluss des Ausbaus in dem Jungwein bilden. Großen Einfluss haben Methoden und Prozesse im Keller, wie der reduktive oder oxidative Ausbau und der im Eichenfasses oder Stahltahnk. Typisch für den Einfluss von Barriques ist z.B. die Ledernote bei der Verwendung von französischer Eiche, aber auch die Holznoten, die z.T. streng oder balsamisch ausfallen können. Auch Noten nach Tabak, Zeder, Kaffee, Karamell sind typisch und können zeitweise intensiv ausfallen. Beim Einsatz von amerikanischer Eiche tritt ein Vanilleton auf, dessen Intensität unter anderem von der Anbauregion und dem Grad der Toastung abgängt.

Tertiäraromen
Die Tertiäraromen sind die Aromen, die durch das Terroir hervorgerufen werden. Bevor sie zur Geltung kommen muss der Wein einen Reifungsprozess in der Flasche vollzogen haben. In der Regel sind das bei den großen Bordeauxweinen (Grands Crus) 7-8 Jahre, in großen Jahrgängen 10-15 Jahre. Für die ganz großen Weine kann man sogar das Doppelte der angegebenen Reifezeit ansetzen. Dann erst haben sich durch chemsche Vorgänge im Wein unter Ausschluss von Sauerstoff (reduktive Prozesse) die Tertiäraromen gebildet. Der Wein hat zwar nicht mehr die intensiven Fruchnoten wie in junge Jahren, dafür ist er komplexer und in in der Regel harmonischer. Im Mund fühlt er sich weicher und runder an.

 

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