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Bordeaux-Weine

Weinbewertung

 

Weinbewertungen versuchen die Qualität eines Weins zu errfassen und zu messen. Da es bislang keine Methoden gibt um diese quantitativ zu erfassen, ist man auf qualitative Methoden angewiesen. Weine werden zu diesem Zweck einer sensorische Prüfung unterzogen und nach einem Punktesystem bewertet. 

Die Weinkritiken und Weinbewertungen von Weinkonzil beruhen auf Degustationen auf Fachveranstatlungen, in Weinseminaren und Tastings, die zu Testzwecken durchgeführt werden. Bei den Kritiken geht es Weinkonzil in erster Linie darum einen Wein möglichst objektiv zu beschreiben, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit und alleinige Richtigkeit zu erheben. Beim Wein handelt es sich um ein komplexes und dynamisches Produkt, das sich mit der Zeit verändert.

Neben dem Alter des Weins und den Bedingungen (wie Temperatur, Lichtverhältnisse, und der Tageszeit der Verkostung) unterliegen die Flaschen eines Château desselben Jahrgangs, qualitativen Schwankungen (Variationen). So lange sich diese Variationen in engen Grenzen halten ist dies als statistisch normal anzusehen. Fallen die qualitativen Änderungen von Flasche zu Flasche jedoch größer aus, so wirkt sich dies störend auf die sensorische Bewertung des Weins aus. Das Ziel der Erzeuger sollte daher sein, ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau mit geringen Variationen zu erreichen, was insbesondere für die Grands Crus des Bordeaux gilt, die zudem eine Vorbildfunktion haben.

Die Bewertung des Weins erfasst die Qualität des Weins. Dieser Begriff, der in der Literatur im Zusammenhang mit der Weinbewertung sehr unscharf oder gar nicht definiert ist, wird bei Weinkonzil synonym für die "Größe des Weins" verwendet. Sie wird an folgenden Faktoren festgemacht, die an dieser Stelle exemplarisch aufgezählt werden. Für eine weiterführende Diskussion, es fließen auch physikalische und chemische Parameter in die Bewertung mitein, verweisen wir auf die Bordeauxseminare von Weinkonzil.


Die Qualität eines Weins wird unter anderem definiert durch:
- die Komposition des Weins
- die Aromatik des Weins (Komplexität)
die Sensorik und Textur des Weins
- die Lagerfähigkeit des Weins


Die Weinkritik geht auch auf die Stilistik der Weine ein, die im Bordeaux eine große Bandbreite hat und in erster Linie von dem Terroir abhängt, dazu zählt auch die Appellation. Die Weinstile werden aber nicht bewertet, es wird also keine Aussage darüber getroffen, ob z.B. ein Pauillac besser ist als ein Margaux, und daher gehen die persönlichen Vorlieben des Verkosters nicht in die Punktebewertung ein. Das bedeutet für den Weinliebhaber, dass er für sich herausfinden muss, welche Stile ihm zusagen. Eine gute Gelegenheit dazu bieten die Seminare von Weinkonzil, die wir mit aus diesem Grund durchführen.

 

Bewertungssysteme

Weinbewertungen erfolgen nach Punktesystemen. Die gängigsten sind das europäische System mit 0-20 Punkten und das amerikanische System mit 0-100 Punkten. In der Praxis werden nur bessere Weine bewertet, daher sind Bewertungen unter 10 bzw. unter 50 Punkten Ausnahmen. Weine mit Null Punkten snd fehlerhafte Weine.

Punktebewertungen machen nur Sinn, wenn man Weine aus einer definierten Region, in dem Fall dem Bordeaux, miteinander vergleichen will und das ist schon  anspruchsvoll und ambitioniert. Ein Vergleich auf der Ebene unterschiedlichen Anbaugebieten (z.B. Bordeaux und Burgund) oder sogar auf Länderebene macht, nach unseren Erfahrungen, keinen Sinn.

 

Die Punkteskalen und ihre Entsprechung

   0               :      0                   =   fehlerhafter, nicht bewertbarer Wein            
   1  -  <   5   :      5  -  <   25    =   mangelhafter Wein
   5  -  < 10   :    25  -  <   50    =   minderwertiger Wein
 10  -  < 12   :    50  -  <   60    =   schwacher Wein
 12  -  < 13   :    60 -   <   65    =   unterdurchschnittlicher Wein

 13  -  < 14   :    65  -  <   70    =   akzeptabler Wein
 14  -  < 15   :    70  -  <   75    =   durchschnittlicher Wein
 15  -  < 16   :    75  -  <   80    =   ordentlicher Wein
 16  -  < 17   :    80  -  <   85    =   guter Wein
 17  -  < 18   :    85  -  <   90    =   sehr guter Wein
 18  -  < 19   :    90  -  <   95    =   hervorragender, großer Wein
 19  -  < 20   :    95  -  < 100    =   herausragender, großer Wein
             20   :                 100    =   überragender, großer Wein

Quelle: Weinkonzil


Wie unter dem Thema Weinaromen ausgeführt ist der Wein ein dynamisches Produkt und verändert sich mit der Zeit. Daher sind Weinbwertungen immer nur Momentaufnahmen bezogen auf den angegebenen Verkostungszeitpunkt. Von Weinexperten werden immer wieder Nachverkostungen durchgeführt und die Ergebnisse nur zum Teil öffentlich zugänglich publiziert.

Die ANNO 1855 hat daher nicht den Anspruch die aktuellsten Bewertungen der genannten Experten anzugeben. Auch kann für die Richtigkeit dieser Angaben keine Gewähr übernommen werden.

  

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